Bechstein – Die Welt der Flügel und Klaviere

Seit 1853 steht der Name Bechstein als das Markenzeichen für erstklassige Klaviere und Flügel aus Deutschland. Im Alter von 27 Jahren begann der in Gotha geborene Carl Bechstein ganz allein in einem kleinen Werkstattraum der Firma des Berliner Klavierbetriebes Perau seine ersten beiden Instrumente zu bauen. Dafür benötigte er noch neun Monate, bis dann 1859 bereits schon das 176. Klavier die Fertigungsräume der Pianoforte-Fabrik C. Bechstein verlies.

Seine Heirat mit Luise Döring brachte den Firmeninhaber mit Hans von Bühlow, einem sehr bekannten Pianisten und dem erfolgreichen Komponisten Franz Liszt zusammen, die in der Folgezeit von den Bechstein-Flügeln sehr angetan waren und den Instrumenten zu sehr großen Erfolgen, auch international, verhalfen. Fortan befand sich das Unternehmen auf ständigen Expansionskurs, da man es recht schnell verstand, bedeutende Klavierkünstler und Komponisten für die voluminös klingenden und strapazierfähigen Flügel und Pianos zu interessieren. Bereits 1903 arbeiteten in den zwischenzeitlich entstandenen vier Produktionsstätten um die 800 Mitarbeiter und stellten über 4500 dieser hochwertigen Konzertinstrumente der Spitzenklasse her. Die beiden Söhne Edwin und Carl übernahmen nach dem Tod des Firmengründers 1900 den Betrieb und führten das Unternehmen erfolgreich durch eine sehr wechselvolle Geschichte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Produktion der Klaviere und Flügel unter eine amerikanische Administration gestellt.

Im Jahr 1959 wurden neben der Berliner Produktionsstätte mit Karlsruhe und Eschelbronn zwei weitere Standorte eröffnet, da die Bechstein-Pianos zunehmend gefragter wurden. Auch in den USA hatten die weltberühmten Flügel und Klaviere wieder für steigende Umsatzzahlen gesorgt, bis 1986 noch immer unter amerikanischer Treuhand. Danach wurde Bechstein den Amerikanern vom deutschen Unternehmer Karl Schulze, der Klavierbaumeister gelernt hatte, abgekauft und in Seifhennersdorf ein neuer Standort eröffnet. Die Folgejahre waren bis heute von weiteren Expansionen, dem Zukauf von Marken und der Gründung internationaler Produktionsstandorte geprägt. Nach 2-jährigen Versuchen, die gefragten Musikinstrumente auch in China und Indonesien zu fertigen, hat man sich bei Bechstein seit 2009 wieder darauf besonnen, sich auf die europäische Fertigung zu konzentrieren.

Unter dem weltweit bekannten Unternehmensnamen werden heute meisterhaft gefertigte Flügel und Klaviereder Marken C. Bechstein, BECHSTEIN Academy, Zimmermann und W. Hoffmann für die international bedeutendsten Pianisten gefertigt. Man widmet sich in voller Konsequenz wieder der aufwändigen Manufaktur-Fertigung, jedes Einzelstück ist einmalig, mit viel Liebe und Sachverstand zum Detail gearbeitet und ein Meisterstück der Klavierbaukunst. Weltweit so bekannte Künstler wie Lilya Zilberstein, Duke Ellington, Wilhelm Furtwängler und Leonard Bernstein konzertierten bereits überaus erfolgreich auf einem dieser exklusiven Flügelund Klaviere der Oberklasse.

Im sächsischen Ort Seifhennersdorf, der heutigen Produktionsstätte, kann sich der Besucher während einer zweistündigen Werksbesichtigung von der beinahe 160-jährigen Erfahrung des erfolgreichen Traditions-Unternehmens überzeugen. Beim Bestaunen dieser wohl einzigartigen Klaviere und Flügel in Premium-Qualität, die von erstklassigen Bechstein Klavierbaumeistern gefertigt werden, sind die handwerklichen Kunstfertigkeiten bis in das kleinste Detail erkennbar.

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